Ausbildung
Der Artikel „AI in Residency Application Reviews: Emerging Legal Risks“ erschien online am 19. März 2026 in der Zeitschrift JAMA. Die Autoren Preetham Bachina, Diane E. Hoffmann und Katherine E. Goodman beschreiben die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) durch Graduate Medical Education-Programme in den USA zur Vorprüfung von Bewerbungen für Facharztausbildungen. Insbesondere durch Partnerschaften wie die der AAMC mit Thalamus werden proprietäre KI-Tools in die ERAS-Plattform integriert, um Noten zu extrahieren, persönliche Statements zu analysieren und Bewerber hinsichtlich Programm-Passung oder akademischer Interessen zu bewerten. Der Text beleuchtet neuartige rechtliche Risiken, vor allem die Gefahr einer mittelbaren Diskriminierung (disparate impact) geschützter Gruppen nach Rasse, nationaler Herkunft, Alter oder Behinderung gemäß US-Antidiskriminierungsgesetzen wie Title VII. Genannt werden Ungenauigkeiten bei der Verarbeitung ausländischer oder qualitativ schlechter Transkripte, fehlende unabhängige Validierungen sowie geringe Übereinstimmung zwischen KI- und menschlicher Auswahl. Die Autoren empfehlen der AAMC verbindliche Standards, Transparenz der Methoden, Einsicht der Bewerber in KI-Ergebnisse und Zurückhaltung bei videobasierten KI-Bewertungen, um Fairness zu gewährleisten und Haftungsrisiken zu mindern.
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