Entwurf

Prävention

Forschung

PERFECT: Personalized Exercise Recommendation Framework and architECTure ist ein wissenschaftliches Paper aus dem Jahr 2023 (ursprünglich als Preprint auf medRxiv veröffentlicht, später in einer Fachzeitschrift erschienen). Es beschreibt ein mHealth-System, das mithilfe von Smartphone- und Smartwatch-Apps sowie einem contextual multi-arm bandit-Algorithmus (einem Reinforcement-Learning-Ansatz) personalisierte Walking-Übungen für gesunde Probandinnen empfiehlt. Das System berücksichtigt Echtzeit-Herzfrequenzdaten, Biomarker und Kontextfaktoren, um die aerobe Kapazität zu steigern und die tägliche Bewegungszeit signifikant zu erhöhen. In einer Proof-of-Concept-Studie mit 20 weiblichen Studentinnen (16 Absolventinnen) zeigten sich hohe Zufriedenheitswerte und gesteigertes Vertrauen in die sichere Umsetzung der Empfehlungen.

Der Beitrag „freii – für einen bewussten und ausgeglichenen Umgang mit digitalen Medien“ stellt ein wissenschaftlich fundiertes Präventionsprogramm der Villa Schöpflin vor. Im Mittelpunkt steht eine kostenfreie App, die Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren sowie ihre Eltern über ein 21-tägiges Programm mit kurzen Challenges, Videos und alltagsnahen Übungen begleitet. Ziel ist es, Risiko- und Schutzfaktoren für Internetnutzungsstörungen zu adressieren, Medienkompetenz zu stärken und Familien zu einer bewussten, ausgewogenen Mediennutzung sowie gemeinsamen Aktivitäten außerhalb digitaler Medien anzuregen.

„Mixed Methods Studies Examining the Physical Activity Practices Among African American and Black Women: Protocol for a Methodological Scoping Review“ beschreibt ein Scoping-Review-Protokoll zur systematischen Untersuchung von Mixed-Methods-Ansätzen in der Forschung zu körperlicher Aktivität bei afroamerikanischen und schwarzen Frauen in den USA. Im Mittelpunkt stehen Studiendesigns, Integrationsstrategien, Joint Displays und die Transparenz der Berichterstattung. Die Suche wurde abgeschlossen, das Screening lief zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch, und die Ergebnisse sollen methodische Lücken sowie Ansatzpunkte für zukünftige Forschung und Gesundheitsgerechtigkeit aufzeigen.

„Association Between Behavioral Phenotypes and Paid Subscription and Renewal Among New mHealth App Users: Six-Month Prospective Cohort Study“ untersucht fünf Verhaltensphänotypen von 934 neuen Nutzer:innen einer kostenpflichtigen mHealth-App. Frühes App-Engagement und chronische Erkrankungen unterschieden die Gruppen besonders stark; drei Phänotypen zeigten deutlich höhere Chancen auf ein kostenpflichtiges Abonnement, während sich die sechsmonatige Verlängerung zwischen den Gruppen kaum unterschied. Die Ergebnisse sprechen dafür, frühe Nutzungsdaten zur Identifikation von Personen mit erhöhtem Risiko eines Abbruchs während der Testphase zu nutzen.

„A digital solution to streamline access to smoking cessation interventions in England; findings from a primary care pilot (STOPNOW study)“ untersucht einen GP-gestützten Online-Portalansatz für den asynchronen Zugang zu medikamentöser Rauchstopp-Unterstützung. Von 4337 eingeladenen Patient:innen stellten 56 formal einen Behandlungsantrag; 75 Medikamente wurden verordnet, jedoch nur von 15 Patient:innen abgeholt. Die Zeit zwischen Antrag und Abholung lag bei 2,9 bis 8 Tagen. Die Studie zeigt die technische und organisatorische Machbarkeit eines solchen Versorgungswegs, zugleich aber eine geringe Nutzung und hohe Abbruchrate.

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